Textversion

Kultur und Freizeit

Allgemein

Sie sind hier:  Kultur und Freizeit  »  Geschichte

Geschichte

Chronik von Eiterfeld

1150 Jahre Geschichte
8.
Jahrhundert
Entstehung des Dorfes "Eitrahafeldon".
845
Erste urkundliche Erwähnung: König Ludwig der Deutsche gibt Dorf und Mark im Tausch an den Abt von Fulda.
1250
Steingebäude (Burg?) auf dem Hausberg Ungefähr um diese Zeit wurde der nördliche und südliche Bergfried in Fürsteneck erbaut. Seit dieser Zeit ist ein Zentgericht in Eiterfeld bzw. Fürsteneck belegt. In Eiterfeld gibt es ein Rittergeschlecht, das aber nur in diesem Jahrhundert bezeugt ist.
1290
Erste urkundliche Erwähnung von Fürsteneck.
1295
Eine St. Georgs-Kirche ist in Eiterfeld urkundlich bezeugt. Die Zeit ihrer Entstehung ist unbekannt, doch handelt es sich wohl um eine Pfarrei.
1357
Fürsteneck ist Sitz eines Fuldischen Amtmannes und damit Sitz der Verwaltung auch der umliegenden Dörfer.
1350-1550
Burg, Gericht und Amt Fürsteneck etwa ein Dutzend Mal verpfändet, manchmal auch zur Hälfte. Meist von Fulda bald zurückgekauft.
1461/1486
Gerichtsweistum in Eiterfeld erstellt, für Neukirchen. 10 Orte gehören zum Amt Fürsteneck.
1528
Urkundliche Erwähnung einer Mühle in Eiterfeld.
1550
Fürsteneck ist baufällig und soll wiederhergestellt werden
etwa 1555
Eiterfeld wird evangelisch.
1564
Müller Heinz Faust - daher "Faustmühle"; erste urkundliche Erwähnung eines Salomon Judt
1603
Gegenreformation: Kath. Pfarrer eingesetzt.
1603
Erste Liste der zum Amt Fürsteneck-Eiterfeld gehörenden 17 Orte: Arzell, Bodes, Betzenrod, Dittlofrod, Eiterfeld, Hausenmühle, Körnbach, Igelsrod (Wüstung), Leibolz, Leimbach, Malges, Mengers, Oberufhausen, Oberweisenborn, Reckrod, Unterufhausen, Wölf.
1618-1648
Dreißigjähriger Krieg. Zunächst noch Amtsabrechnungen in Fürsteneck,
ab 1633 nicht mehr. Pest. Fürsteneck weitestgehend zerstört, schwere Zerstörungen auch in Eiterfeld. Nach dem Krieg nur noch 3 männliche Bewohner in Eiterfeld, andere Dörfer sind ganz entvölkert.
1677
Es gibt wieder 43 Herdstellen in Eiterfeld, aber viele Kleinbauernstellen sind noch immer wüst.
29.3.1697
Eiterfeld ist kein Dorf mehr, sondern durch Abt Placidus zum "Marktflecken" erhoben. (Es ist unbekannt, wann es diesen Status, der im 19.Jh. noch benutzt wurde, verlor.)
1708-1710
Fürsteneck von Abt Adalbert v.Schleifras endgültig wieder erworben und wiederaufgebaut.
1712
Errichtung des Amtsgerichts-Gebäudes.
1730-1731
Neubau der Kirche in Eiterfeld.
1740
Weihe der neuen Kirche.
1756-1763
Im Siebenjährigen Krieg Verarmung durch Abgaben und Plünderungen.
1802
Der offizielle Name des Amtes ist nun Amt Eiterfeld, nicht mehr Amt Fürsteneck.
1803
Eiterfeld, das bisher zum Dekanat Geisa gehörte, wird selbst Dekanat.
1803-1815
Napoleonische Kriege und Befreiungskriege. Ausbeutung, Plünderungen: Hunger führt zu Typhusepidemien.
1818
Fürsteneck ist als Staatsdomäne verpachtet.
1821
Einrichtung eines Amtsgerichtes in Eiterfeld.
1857
Neubau der Schule.
1866
Eiterfeld gehört nun zu Preußen.
1868
Einrichtung monatlicher Schweinemärkte zusätzlich zu den 4 Krammärkten.
1900-1906
Bau der Eisenbahnlinie von Hünfeld über Eiterfeld nach Wenigentaft und Vacha. 01.12.1906 Eröffnung.
1922
Elektrizität von einer Firma in Schweina/Thüringen eingerichtet.
1926-1927
Erste Wasserleitung für Eiterfeld gebaut.
1933-1938
Die Eiterfelder Juden müssen auswandern oder werden verschleppt.
1942/43
Auflösung des Amtsgerichts und Zusammenlegung mit dem von Hünfeld.
1945
Nach der Auflösung des Staates Preußen wird Eiterfeld hessisch. Folgende Jahre Entstehung der Zonengrenze und Ende der Bahnlinie, zunächst in Treischfeld.
1951-1952
Aufsiedlung der Domäne Fürsteneck und Ansiedlung von Flüchtlingen.
1952
Gründung einer evangelischen Gemeinde in Eiterfeld.
1952-1953
Ausbau der heruntergekommenen Burg Fürsteneck zu einer Heimvolkshochschule durch Otto Bartning.
1955 -1960
Einweihung der neuen evangelischen Kirche.
1958-1960
Errichtung eines Freischwimmbades.
Ab 1964
Wasserbeschaffungsverband obere Eitra und Abwasserklärung für die umliegenden Gemeinden, auch in Eiterfeld neue Verrohrung.
Ab 1965
Neue Sportanlagen "Am Hain"
1969
Stilllegung des Personenverkehrs der Bundesbahn
1971
Eiterfeld beantragt die Auskreisung aus dem Landkreis Fulda.
1972
Eiterfeld wird Hauptort der Großgemeinde.
1973
Bau eines Kindergartens.
1973
Beendigung des gesamten Zugverkehrs zwischen Eiterfeld und Treischfeld. Erhalten bleibt nur der Güterverkehr zwischen Hünfeld und Eiterfeld.
Ab 1972
Sanierung des Ortskerns: Abriss von 10 landwirtschaftlichen Anwesen und weiteren Häusern. Verbesserung der Verkehrsverhältnisse bei gleichzeitigem völligen Verlust seines Charakters bzw. Gesichts.
1981-1982
Bau des Bürgerhauses.
1987
Errichtung des Einkaufszentrums.
1989-1990
Ende der "DDR", Abriss der Grenzbefestigungen. In Eiterfeld Abriss des gesamten Schwimmbades und Errichtung eines "Badeparks".
1990
Partnerschaft mit Dermbach/Thüringen.
1999
Einweihung des neuen Rathauses.
1999
Die Marktgemeinde Eiterfeld ist im Internet unter www.eiterfeld.de präsent.
2004
Wiedererichtung des Soisbergturmes