Textversion

Allgemein

Sie sind hier:  Aktuelles

Ausbildung für den Feuerwehrführerschein

In der Marktgemeinde Eiterfeld startet für Mitglieder der Einsatzabteilungen die Ausbildung für den Feuerwehrführerschein

Weshalb ein Feuerwehrführerschein?

Auf Grund der Gesetzeslage dürfen alle Einsatzkräfte, die ihre Führerscheinprüfung nach dem 01. Januar 1999 bestanden haben, keine Fahrzeuge bis zu 7,5 Tonnen zulässiger Gesamtmasse fahren. Dies war bis dahin mit dem Führerschein der (alten) Klasse 3 möglich. Mit dem neuen Führerschein der Klasse B beschränkt sich das Fahren von Fahrzeugen mit einer zulässigen Gesamtmasse von bis zu 3,5 t. Für Kraftfahrzeuge mit einer zulässigen Gesamtmasse von mehr als 3,5 t bis zu 7,5 t ist eine Fahrerlaubnis der Klasse C1 und für Kraftfahrzeuge mit einer zulässigen Gesamtmasse von mehr als 7,5 t eine Fahrerlaubnis der Klasse C erforderlich.

Diese Gesetzesänderung stellte die Kommunen und Freiwillige Feuerwehren vor große Herausforderungen. Aufgrund dessen stehen insbesondere nach Neubeschaffungen von Feuerwehrfahrzeugen, die heutzutage meist mehr als 3,5 t wiegen, immer weniger Fahrer zur Verfügung.

Daraufhin hat am 16. Februar 2012 die Hessische Landesregierung die Verordnung für den sogenannten „Feuerwehrführerschein“ (Fahrberechtigungsverordnung) beschlossen, die am 29. Februar 2012 in Kraft getreten ist. Damit dürfen ehrenamtliche Angehörige der Freiwilligen Feuerwehren, der anerkannten Rettungsdienste, des Technischen Hilfswerks und der sonstigen Einheiten des Katastrophenschutzes künftig mit ihrem PKW-Führerschein auch Einsatzfahrzeuge mit Anhänger fahren, die ein zulässiges Gesamtgewicht von 7,5 t nicht überschreiten.

Der „Feuerwehrführerschein“ wird unterteilt in

1. „Kleine Fahrberechtigung“ für LKW 3,5 t bis 4,75 t sowie

2. „Große Fahrberechtigung“ für LKW 3,5 t – 7,5 t

Die große Fahrberechtigung wie auch die kleine Fahrberechtigung gilt ausschließlich für Einsatz-, Übungs- und Ausbildungsfahrten der Freiwilligen Feuerwehren. Zusätzlich sind noch Fahrten im Rahmen der Jugendarbeit gestattet. Privatfahrten sind mit dem Feuerwehrführerschein nicht möglich.

Ausbildungsstart für die Mitglieder Einsatzabteilungen

Nach einem theoretischen Ausbildungsabend mit Markus Busold (Inhaber der Fahrschule Busold, Eiterfeld) werden 10 Feuerwehrangehörige aus den Ortsteilwehren der Marktgemeinde Eiterfeld die praktische Ausbildung durchlaufen. Hierfür stehen insgesamt 19 Einweisungsberechtigte, ebenfalls Mitglieder der Einsatzabteilungen, zur Verfügung. Die Einweisungsberechtigten wurden von Bürgermeister Hermann-Josef Scheich (parteiunabhängig) offiziell mit einer Urkunde in ihre Funktion berufen. Die Befähigung zum sicheren Führen eines Einsatzfahrzeuges ist in einer praktischen Prüfung im öffentlichen Straßenverkehr nachzuweisen. Die 75-minütige Prüfungsfahrt wird ebenfalls von Fahrlehrer Markus Busold abgenommen. Nach Bestehen der Prüfung erhalten die Feuerwehrangehörigen die sogenannte „große Fahrberechtigung“, die sie zum Führen von Einsatzfahrzeugen der Freiwilligen Feuerwehren im Rahmen der Aufgabenerfüllung auf öffentlichen Straßen berechtigt.